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St. Moritz des Nordens – Große Pläne für Schierke

Ein Film von Christoph Peters

Kamera: Marc Voigt

Es ist die ganz große Vision für das kleine verschlafene Schierke im Harz: Ein eigenes Skigebiet zwischen dem Kleinen und Großen Winterberg mit einer Abfahrtspiste von fast 2 Kilometern Länge. Es wäre das einzige Skigebiet von ganz Sachsen-Anhalt. 28 Millionen Euro soll der Traum vom St. Moritz des Nordens kosten, davon 10 Millionen Euro Steuergeld. Die restlichen 18 Millionen kommen von Gerhard Bürger. Der Investor aus Hildesheim tritt selbstbewusst auf: „Wir machen hier keine Märchenstunde, wir sind wild entschlossen, das Projekt durchzuziehen, wir könnten morgen schon anfangen.“

Die Wintersportenthusiasten wollen von dieser Kritik nichts hören. Knapp 30 Millionen Euro wurde schon in den Ausbau der touristischen Infrastruktur gesteckt. Mitte Dezember eröffnete eine gigantische Eisarena, die pro Jahr zusätzlich 100.000 Besucher nach Schierke bringen soll. Auf dem Grundstück des ehemaligen Nobelhotels „Heinrich Heine“ wurde ein neues Ferienressort mit 38 Häusern und 190 Betten hochgezogen. Die verschlafenen Tage von Schierke, an denen oft nur ein Restaurant geöffnet hatte, sollen demnächst vorbei sei. Zauberworte sind: Seilbahn, Skischule, Eisarena, aber auch Kletterpark, Aussichtsturm, Wasserspiele und Luchs-Schau für den Sommer – ein Ganzjahresangebot.

ECHT-Moderator Sven Voss spricht mit Investor Gerhard Bürger und dem Vorsitzenden des BUND Prof. Hubert Weiger. Der eine will die Region touristisch aufwerten und Jobs schaffen, der andere will die Natur schützen und fragt nach der Nachhaltigkeit des Projektes.

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