+49 176 240 10 130 ferenc@fs-medienservice.de
Seite auswählen

Schüsse in der Wolfsheide

Ein Film von Stephan Heise

Kamera: Frank Menzel

Ein toter Wolfsrüde wird im Juli 2015 in der Nähe von Görlitz entdeckt. Erschossen und sichtbar an einem Wegesrand platziert. Es ist der fünfte, gezielt getötete Wolf in eineinhalb Jahren. Zwei der fünf wurden in Brandenburg geköpft und provokativ abgelegt, einmal an einem Naturschutzschild in der Lausitz. Obwohl Wölfe in Deutschland streng geschützt sind, werden sie zu Gejagten. Wie kann das sein? Der Tatort-Schauspieler und engagierte Naturschützer Andreas Hoppe begibt sich zusammen mit einem Artenschutzexperten auf Spurensuche und ermittelt nun in einem realen Kriminalfall: Wie kam der Wolfsrüde ums Leben? Und warum konnte, wie auch in allen vorhergehenden Fällen, kein Täter ermittelt werden?

In einem Klima gefühlter Gesetzlosigkeit blüht auch das illegale Geschäft mit Wolfsfellen. Der Artenschutzexperte findet Händler, die ihm Pelzmäntel und vollständig präparierte Wölfe anbieten. Gültige Papiere können sie nicht vorlegen, sie antworten nicht auf die Frage, woher die Felle stammen. Vor Ort in Rumänien berichten Jagdanbieter von Jagd-Touristen, die auch zu hunderten aus Deutschland kommen. Es geht um Trophäen von Bären, Luchsen und auch Wölfen. Geschützte Tiere als Freiwild, Verbote, die folgenlos bleiben? Andreas Hoppe trifft den Wildbiologen und Wolfsforscher Christoph Promberger. Er arbeitet für eine internationale Stiftung, die in Zusammenarbeit mit der rumänischen Regierung noch viel größere Flächen unter Schutz stellen möchte. Jagd ist hier strikt verboten.