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Kalter Winter, warme Stube – Die Mega-Erdgas-Speicher im mitteldeutschen Untergrund

Ein Film von Dirk Schneider für die mdr-Sendereihe „ECHT“.

„Echt“ taucht ab in die gigantischen Erdgasspeicher im mitteldeutschen Untergrund. Milliarden Kubikmeter des wertvollen Rohstoffes lagern hier unter der Erde: in stillgelegten Bergwerken, in ehemaligen Erdöllagerstätten oder in Salzstöcken, wie dem riesigen Untergrundspeicher bei Bernburg. Den Mega-Speicher gibt es seit 1974, seit der ersten Erdgaslieferungen aus der Sowjetunion in die DDR. 40 Jahre lang wird hier schon Gas gelagert. Gelegen in 500 bis 700 Metern Tiefe, gehört der Bernburger Speicher mit seinen 33 Kavernen inzwischen zu den größten, modernsten und schnellsten seiner Art.

Deutschland verfügt mit Abstand über die größten Gasspeicher Westeuropas. Derzeit sind insgesamt 43 in Betrieb, mit einer Kapazität von 20 Milliarden Kubikmetern, welche ein Fünftel unseres Jahresverbrauchs decken können. Deren Bedeutung wächst mit jedem Tag, denn wir brauchen immer mehr Gasreserven. Gas ist das Lebenselixier des industriellen Organismus. Ohne Gas keine Energie, keine Wirtschaft, kein Wohlstand und vor allem keine Wärme. „Echt“ zeigt, welche Logistik nötig ist, um das Erdgas in Form von Wärme bis in unsere Wohnzimmer zu transportieren.

Sven Voss erkundet für „Echt“: Wie kann Gas in so gigantischen Ausmaßen gespeichert werden, welche Technik ist dafür notwendig? Wieviel Druck herrscht dadurch unter der Erde? Und wie ist er steuerbar? Generell kann das unterirdische Speichervolumen nur zu 30 bis 50 Prozent ausgenutzt werden. Sind wir gewappnet für Erdgas-Engpässe? Ist Flüssiggas möglicherweise eine Alternative? Außerdem: Wie gefährlich ist die Lagerung so riesiger Mengen Gas unter Mitteldeutschland?