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Ein Film aus der mdr-Sendereihe „ECHT“ von Christoph Peters.

Kamera: Jens Kleinert, Frank Menzel

Redaktion: Ina Katrin Hüttig

Vis-à-vis mit den Braunkohlebaggern – nach einem Jahrhundert voller Staub, Ruß und Lärm waren die Menschen im Leipziger Umland froh, als die riesigen Gruben und Tagebaulöcher endlich geschlossen wurden.

Nun aber soll es ganz anders kommen. Vor einem Jahr kündigt ein großes Unternehmen an, hier ihren Kiesabbau zu erweitern: 47 Hektar groß und genau neben dem kleinen Rückmarsdorf. Von dort soll der Nachschub dieses begehrten Rohstoffs für die boomende Leipziger Bauindustrie gesichert werden.

„Mit mir ist kein Kies zu machen“, so Steffi Lieberodt. Schaue sie in die Zukunft, wird sie wütend und auch ein wenig ängstlich. Die riesige Kiesgrube soll erst 70 Meter vor den Haustüren und Gärten der Rückmarsdorfer enden. „Ein acht Meter hoher Schutzwall wird die Wohngebiete vor Lärm und Staubbelästigung schützen“, versichert Andreas Heilmann, Geschäftsführer des Baustoffunternehmens, das den Kiesabbau in Rückmarsdorf vorantreibt. Ab 2019 sollen jährlich 330.000 Tonnen Kies gewonnen werden.